border(hi)stories: Eröffnung der Wanderausstellung in Großwarasdorf

Romasiedlung Oberwart Quelle Landesarchiv Burgenland

Im März wird Großwarasdorf im Mittelburgenland zum Ort der Auseinandersetzung mit der jüngeren Geschichte der Grenzregion von Österreich und Ungarn. Dieses Mal richtet die Wanderausstellung 100 Jahre Grenzgeschichte(n) den Blick auf den Umgang mit kultureller Vielfalt im österreichisch-ungarischen Grenzraum in Geschichte und Gegenwart.

Ausstellungsdauer: 3. – 13. März 2022

Ort: KUGA – Kulturna Zadruga/Kulturverein, 7304 Groswarasdorf/Veliki Borištof

Öffnungszeiten: MO – DO 8 – 12 Uhr, FR 9 – 12 und 16 – 18 Uhr. Termine können auch individuell vereinbart werden: 02614 – 7001, office@kuga.at

Der vergessene Genozid an den burgenländischen Roma – Versäumnisse einer Erinnerungskultur

Diskriminierung, Ausgrenzung und Verfolgung religiöser und ethnischer Minderheiten war ein weit verbreitetes Übel in den europäischen Nationalstaaten des 20. Jahrhunderts. Im burgenländisch-ungarischen Grenzraum wurden Juden und Roma vertrieben und Opfer eines Völkermordes. Die ungarndeutsche Bevölkerung Westungarns wurde nach 1945 weitgehend aus ihrer Heimat vertrieben.

Die dreisprachige Wanderausstellung (Deutsch, Ungarisch und Englisch) ist Teil des Projekts border(hi)stories. Historiker*innen gehen der Frage nach, welche Narrative die wechselvolle Geschichte der Region auf beiden Seiten der Grenze tradieren. Oft, wie im Fall des Genozids an den burgenländischen Roma, ist es aber ein Verdrängen und Vergessen.

Bei der Dialogveranstaltung zur Eröffnung der Ausstellung am 3. März versuchen die Diskutant*innen das historische Erbe mit aktuellen Fragen von Vielfalt, Identität und Zugehörigkeit in der Grenzregion von Österreich und Ungarn zu verbinden.

Programm

Donnerstag, 3. März 2022
KUGA – KUlturna zadruGA, Kulturvereinigung
Beginn: 19 Uhr
Moderation: Gerhard Baumgartner

Begrüßung: Martin Karall, Bürgermeister Großwarasdorf

Hintergrund des Projekts border(hi)stories: Franjo Steiner, IZ – Verein zur Förderung von Vielfalt, Dialog und BildungInhaltliche

Einführung: Michael Achenbach, Wissenschaftlicher Mitarbeiter der Abteilung 7 – Bildung, Kultur und Wissenschaft des Landes Burgenland

Im Dialog zu: „Der vergessene Genozid an den burgenländischen Roma – Versäumnisse einer Erinnerungskultur“

  • Emmerich Gärtner-Horvath, leitet den Verein Roma-Service in Oberwart und ist derzeit der Vorsitzende des Volksgruppenbeirates der Roma im Bundeskanzleramt
  • György Majtényi, Sozialhistoriker und Professor an der Károly Eszterházy Universität
  • Katharina Graf-Janoska, Verlegerin, Redakteurin, Moderatorin des ORF-Minderheitenmagazins „Servus, Szia, Zdravo, Del tuha“

Rundgang durch die Ausstellung und Buffet (ab ca. 21 Uhr)

Der Besuch der Wanderausstellung ist kostenlos. Es gelten die jeweils aktuellen CoV-19 Regelungen.

Anmeldung zur Eröffnung der Wanderausstellung sowie für Schulführungen:

Franjo Steiner
IZ-Verein zur Förderung von Vielfalt, Dialog und Bildung
T: +43 1 586 75 44 – 14
M: franjo.steiner@iz.or.at

Einladung zur Wanderausstellung im KUGA 

 

Bild: Romasiedlung in Oberwart
Quelle: Landesarchiv Burgenland

Wir freuen uns auf Ihren Besuch!

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