Nach der Sommerpause geht es im Projekt borderfuture mit neuen grenzüberschreitenden Bildungsangeboten weiter. Im Herbst und Winter 2026 bringen wir Schüler:innen sowie Personen aus dem Bildungsbereich, der Zivilgesellschaft und dem öffentlichen Sektor aus Österreich und Ungarn zusammen. Im Mittelpunkt stehen interkulturelle Kompetenzen, europäische Werte und die Frage, was wir aus der Geschichte für das Zusammenleben in Europa heute und in Zukunft lernen können.
Österreichisch-ungarische Schulworkshops im Burgenland
In zwei Workshops begegnen sich Schüler:innen aus Österreich und Ungarn und setzen sich gemeinsam mit Vielfalt, europäischen Werten und Geschichte auseinander.
In Jennersdorf und in Eisenstadt findet der Workshop „Interkulturelle Kompetenzen stärken – Europäische Werte (er)leben!“ statt. Schüler:innen des Wolfgarten Gymnasiums, des BORG Jennersdorf und des Collegium Paulinum beschäftigen sich spielerisch und kreativ mit Identität, Zugehörigkeit, Gemeinsamkeiten und Unterschieden. Dabei geht es auch darum, Vorurteile und Stereotype zu erkennen und Werte wie Freiheit, Solidarität und Menschenwürde mit dem eigenen Alltag in Verbindung zu bringen.
Ein weiterer Schulworkshop widmet sich unter dem Titel „Grenzen überwinden – Das Paneuropäische Picknick und die Zukunft Europas“ der gemeinsamen Geschichte der Grenzregion. Ausgehend vom Paneuropäischen Picknick 1989 beschäftigen sich die Schüler:innen mit Freiheit, Solidarität und Demokratie und fragen, welche Bedeutung diese Werte heute haben. Gespräche mit Zeitzeug:innen machen unterschiedliche Perspektiven auf Geschichte unmittelbar erfahrbar. Zum Abschluss entwickeln die Jugendlichen ihre eigenen Ideen und Visionen für das Europa von morgen.
Interkulturelle Kompetenzen in Bildungsarbeit und Zivilgesellschaft
Auch für Erwachsene entwickeln und erproben wir im Rahmen von borderfuture ein neues Workshopformat. An zwei Terminen setzen sich Teilnehmer:innen aus Österreich und Ungarn mit kultureller Vielfalt, eigenen Prägungen und unterschiedlichen Perspektiven auseinander. Praktische Übungen, Reflexion und der grenzüberschreitende Erfahrungsaustausch stehen dabei im Mittelpunkt.
Am 4. November 2026 liegt der Schwerpunkt auf interkulturellen Kompetenzen in der Bildungsarbeit. Der Workshop richtet sich insbesondere an Lehrer:innen, Pädagog:innen, Jugendarbeiter:innen und Mitarbeitende von Bildungseinrichtungen. Gemeinsam reflektieren die Teilnehmer:innen Erfahrungen und Herausforderungen aus ihrem Arbeitsalltag und erhalten praktische Impulse für den Umgang mit kultureller Vielfalt. Mit Focusing lernen sie außerdem einen Ansatz kennen, der dabei unterstützt, die eigenen Reaktionen in herausfordernden Situationen bewusster zu reflektieren.
Am 26. November 2026 richtet sich der Blick stärker auf interkulturelle Kompetenzen in der Zivilgesellschaft. Angesprochen sind insbesondere Mitarbeiter:innen und Engagierte aus NGOs, Vereinen, Initiativen und öffentlichen Einrichtungen. Im Zentrum stehen interkulturelle Begegnungen und Herausforderungen im gesellschaftlichen Zusammenleben sowie die Frage, wie ein konstruktiver Umgang mit unterschiedlichen Erfahrungen und Sichtweisen gelingen kann.
Beide Workshops finden von 14:00 bis 17:30 Uhr im Impact Hub Vienna statt und sind kostenlos. Die Veranstaltungen werden auf Deutsch mit Übersetzung ins Ungarische angeboten. Die Plätze sind begrenzt – Anmeldung bis 28. Oktober 2026 unter fruzsina.herbert@iz.or.at.
Mit den Veranstaltungen setzen wir die grenzüberschreitende Zusammenarbeit im Projekt borderfuture fort und schaffen Räume, in denen Menschen aus Österreich und Ungarn miteinander ins Gespräch kommen, voneinander lernen und gemeinsam Perspektiven für ein vielfältiges und demokratisches Europa entwickeln.
